Oaxaca: dicker Baum und kalkiges Wasser
- Going Somewhere
- 20. Juni 2023
- 3 Min. Lesezeit
Oaxaca de Juárez, Oaxaca, México
Verfasser: Ana und Eva
Datum: 02.06.2023
Grüße aus Kolumbien! Eva und ich sitzen jetzt seit einer Woche im schönen Génova, rund 450 km nördlich des Äquator und arbeiten für Ethan auf seiner Farm. Es ist echt idyllisch hier, direkt neben dem Fluss und in Laufweite einer kleinen Stadt, aus der man alles Notwendige bekommt. Inzwischen sind wir unserer Idee, ein Auto zu kaufen, näher gekommen und können nach dem Arbeiten auch mal ein paar Sachen nachholen, die wir sonst nicht geschafft haben, wie z. B. diesen Blog :)
Nach besagter 22-stündiger Busfahrt (übrigens eine sehr gute Möglichkeit um mal alle Serien und Filme nachzuholen) waren wir endlich in der Mitte von México, genauer gesagt in Oaxaca de Juarez (der Hauptstadt des Bundesstaates Oaxaca [(g)wa'haka]) angekommen. Leider hatten wir alles schon im Vorhinein gebucht und hier definitiv nicht genug Zeit eingeplant. Oaxaca ist mit seinen um die 300.000 Einwohnern eine wunderschöne Stadt und es gibt unglaublich viel zu sehen. Um in nur zwei vollen Tagen so viel wie möglich mitzunehmen, hatten wir ein ziemlich straffes Programm.
Da wir gegen 11 in unserem Airbnb ankamen, hatten wir genug Zeit um ein bisschen auszuruhen und Schlaf nachzuholen. Unser Airbnb lag ca. 20 Gehminuten von der Innenstadt entfernt, an einem Berg, wodurch man vom Balkon die komplette Stadt überblicken konnte.
Oaxaca war unsere erste Stadt, bei der wir uns dazu entschlossen eine FreeWalkingTour mitzumachen. Die Touren sind kostenlos und finanzieren sich durch Spenden, damit das Wissen jedem frei zur Verfügung steht. Wir haben sehr viel über die Stadt gelernt, u.a. dass Oaxaca eine der wenigen Städte ist, die keinen McDonalds/BurgerKing in der Stadt haben wollen und dafür schon protestierend durch die Straßen gelaufen sind. Neben der Historie der Stadt wurden wir noch in eine kleine Kunstausstellung, Bibliothek und Kirche mitgenommen und wurden Zeugen von Hochzeitsumzügen.
Nach der Tour gings für uns dann noch über den Markt, um Tejate zu probieren (ein Kakao-Mais-Getränk mit einer Art fester Maisschicht).


Für den zweiten Tag haben wir uns das erste Mal zu einer “all-inclusive” Tour angemeldet, mit der wir von 8 bis 8 unterwegs waren, um uns die Umgebung und Kultur anzugucken. Los ging es damit, dass wir zum Ábrol de Tule gebracht wurden. Dieser Baum ist mit einem Durchmesser von 14 Metern der dickste bekannte Baum auf der Welt und schon ein bisschen beeindruckend, wenn man direkt davor steht. Weiter gings zu einer Zapoteken-Gemeinschaft (einer indigenen Bevölkerungsgruppe) in der uns die Schokoladenherstellung aus Kakaobohnen auf Metates (Steintischen auf denen man einen anderen Stein hin und her reibt), und das Färben von Wolle und anschließendem Weben von Teppichen demonstriert wurde.
Der nächste Stopp war die Ausgrabungsstätte Mitla, eine alte Ruine der Zapoteken, die aber zum Teil durch die spanische Inquisition abgerissen und in eine Kirche umgebaut wurde. Wir mussten hier an der spanischen Tour teilnehmen und haben leider nicht allzu viel verstanden.
Mittags kamen wir dann endlich am Hievre el Agua an, der Grund, weshalb wir die Tour überhaupt gemacht haben. Es handelt sich hierbei um riesige, verkalkte Wasserfälle mitten in den Bergen. Außerdem gab es oben natürlichen Pools, in denen man baden und die Aussicht genießen konnte. Auf dem Rückweg wurden wir noch in einer Mezcal-Fabrik für eine Tour rausgeworfen. Diese Agaven-Spirituosen, zu denen auch Tequila zählt, werden fast ausschließlich im Bundesstaat Oaxaca hergestellt und sind eine der Haupteinnahmequellen der Region. Und natürlich haben wir am Ende der Tour auch noch ein paar verkosten dürfen.



Ja und dann waren die zwei Tage auch schon vorbei und wir mussten uns von Oaxaca verabschieden, ohne alles gesehen zu haben, was wir wollten. Aber zum Glück ging es am nächsten Tag, mit dem Bus 7 Stunden nach México City, eine Stadt, die einen sehr großen Eindruck hinterlassen hat.
to be continued...
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