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Cancún: Kulturschock vom feinsten

Aktualisiert: 18. Juni 2023

Cancún, Yucatán, Mexiko

Verfasser: Ana & Eva,

Datum: 12.02.2023




Trotz der kurzen Nacht sind wir relativ wach aus dem Bett gekommen. Viel Zeit blieb uns nicht zum Packen, da auch die E-Mail unseres Hosts noch einmal deutlich in Großbuchstaben erklärte, dass wir bis 10:00 auschecken müssen und das KEINE MINUTE SPÄTER! Also schickten wir ihm pünktlich 09:59 ein Foto des Schlüssels in der Schlüsselbox und verließen 10:20 das Airbnb.


32 Grad, 20 kg auf dem Rücken, nichts zu trinken und kein Frühstück im Bauch, aber dafür gehyped, dass wir endlich angekommen waren, liefen wir erstmal zum nächsten Kiosk um Wasser zu kaufen. Neben Chips, Süßkram und Coca-Cola Flaschen von 0,33l - 3l gabs zum Glück auch noch etwas Wasser.

Kurzer Blick auf Maps: nur ein kleiner 40min Fußmarsch zur Unterkunft. Kein Problem, los gehts! Nach 10min kamen wir zum Glück an einem Park vorbei, an dem mehrere Essensstände geöffnet hatten und wir uns unsere ersten 3 Tacos bestellen konnten. Kleiner als wir dachten, dafür vegan und sättigend. Nach kurzer Verschnaufpause ging es weiter, durch wüste Straßen mit vielen Shops und Essenswägen. Selbst SIM-Karten werden hier auf der Straße verkauft.

Nach 30min schweißtreibenden Marsch und komplett erschöpft kamen wir an unserer Unterkunft an, leider immer noch 3 ½h zu früh. Also haben wir uns in einem kleinen Park niedergelassen und die Stunden mit Podcasts und Chillen an uns vorbeiziehen lassen.

Außer uns trieben sich noch ein paar Einheimische im Park herum. Einer von ihnen angelte eine Jeans aus einer Palme und hielt sie vor seinen Körper, um zu schauen, ob sie passt. Anschließend sammelte er einen leeren 10l Kanister von der Straße ein und ließ ihn sich bei einem der Häuser in der Nähe mit Wasser auffüllen, um damit und mit einem kaputten Besen die Hose auf der Bank neben uns zu reinigen. Ein anderer war Jorge, ein vielleicht 16-jähriger Rapper, der versuchte, mit uns ins Gespräch zu kommen. Leider war unser Spanisch und sein Englisch nicht gut genug, um ernsthaft miteinander zu kommunizieren. Dennoch am ersten Tag mit den Locals connected! Nice.

Endlich 15 Uhr. Also ab zum Airbnb, um uns mit unserem Host zu treffen. Leider keine Spur von ihm. Glücklicherweise wohnten gerade eine Italienerin und ein Spanier im selben Haus, die uns reinließen und uns ihre Schlüssel übergaben, bevor sie auscheckten. Da sich unser Host immer noch nicht zuckte, unser Zimmer noch nicht fertig war und uns wieder das Wasser ausgegangen war, gingen wir einfach los, um uns Essen und Trinken zu besorgen.

Zurück in der Unterkunft hat sich langsam alles geklärt, ein netter Mitarbeiter kam vorbei, um uns frisches Bettzeug zu geben und ein bisschen mit uns zu quatschen. Fertig vom Tag wollten wir nur kurz eine Folge Criminal Minds gucken und uns anschließend Abendessen kochen, aber der Jetlag hat uns voll erwischt und wir haben einfach bis zum nächsten Tag 6:00 durchgeschlafen.


Wir mutierten also für ein paar Tage zu Frühaufstehern und nutzten die Vormittage, um alle wissen zu lassen, dass wir gut angekommen sind und zu planen, was wir die nächsten Tage unternehmen wollen und wohin die Reise im größeren Sinne geht. Mittags bis Abends waren wir unterwegs und erkundeten Cancún:

Am Dienstag wollten wir uns Fahrräder ausleihen, um in die Zona Hotelera mit den besten Stränden zu kommen. Leider ist Google Maps hier nicht sehr zuverlässig und wir mussten 4 Stationen ablaufen, bis eine Frau uns aushalf und uns zeigte, wo wir Räder ausleihen können. Als wir endlich im Sattel saßen, machte sich langsam dieses Freiheitsgefühl breit und wir radelten ca. eine halbe Stunde Richtung Strand. In der Gegend wo wir landeten, wirkte alles auf einmal sehr amerikanisch, aber wir fanden zum Glück einen Zugang zum Strand und konnten das kristallklare Wasser und den weißen Sand genießen. Abgesehen vom Strand, diversen Einkaufszentren, den unvorstellbarsten Entertainment-Hallen und einer sehr guten Pizza hat die Gegend allerdings nicht viel zu bieten.


Am Mittwoch ging es deshalb zum Playa del Nino, einem weniger aufgeräumten, dafür aber authentischen Strand, wo wir nahezu die einzigen Touristen waren. Die Einheimischen liefen mit großen Kisten auf dem Kopf und kleinen Klapptischen unter dem Arm herum und verkauften verschiedenstes Essen und Getränke. Abends ging es dann noch ans Packen, weil es am nächsten Tag auch schon wieder hieß: ab zum Bus und auf nach Tulum.



to be continued…



 
 
 

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