Campeche: Sonnenuntergang mit Käfer im Ohr
- Going Somewhere
- 3. Juni 2023
- 2 Min. Lesezeit
San Francisco de Campeche, Yucatán, México
Verfasserin: Eva
Datum 25.05.23
So, nun folgt endlich auch mal ein Artikel von mir. Wir sind im Moment in Las Maderas und verbringen hier heute unsere letzte Nacht in Nicaragua, denn morgen fahren wir nach Costa Rica, von wo wir in 1,5 Wochen nach Kolumbien fliegen. Das heißt, unser Südamerika Abenteuer rückt immer näher und ich freue mich schon riesig!
Aber erstmal soll es in diesem Beitrag um Campeche gehen, eine Stadt im Nordwesten der Yucatán Halbinsel. Sie wurde 1517 von den Spaniern gegründet und sieht im Prinzip aus wie eine klassische Kolonialstadt. Eine Ausnahme ist die Stadtmauer, die im 17. Jahrhundert als Maßnahme zahlreicher Überfälle durch Seeräuber errichtet wurde. Teile der Mauer sowie einige Baluarten sind bis heute erhalten geblieben, allerdings umgeben sie nur einen kleinen Teil der heutigen Stadt, die Altstadt. Diese haben wir uns am ersten Tag angeschaut. Eine schöne kleine Altstadt mit vielen bunten Häusern, engen Straßen, einem Park mit großer Kathedrale und einer großen Straße, die für Autos gesperrt ist und in der alle Restaurants nachmittags ihre Tische aufstellen. Außerdem haben wir eine coole Miniatur von Campeche gefunden und verdammt guten Kakao in einem kleinen Restaurant getrunken. Auch von den Baluarten konnten wir drei Stück besichtigen, denn sie wurden zu verschiedenen Dingen umgebaut, wie einem Botanischen Garten oder einem Museum über die Stadt und sie bieten einen schönen Blick von oben. Campeche liegt direkt am Golf von México und hat eine Promenade mit vielen Sportplätzen und Orten, an denen man den Sonnenuntergang anschauen kann. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und uns nach der Erkundungstour mit einem Bier ans Wasser gesetzt und den Sonnenuntergang genossen. Hinzu kam, dass in México der Valentinstag über mehrere Tage, riesig gefeiert wird und wir an diesem Tag nicht unweit von einer konzertgroßen Veranstaltung saßen und dem Spektakel beiwohnen konnten.



Ein bisschen außerhalb der Stadt befindet sich die Festung San Miguel, die zusammen mit den restlichen Verteidigungsanlagen der Stadt errichtet wurde. Heute befindet sich ein echt gutes archäologisches Museum in den Räumen der Festung und von dem Dach hat man eine super Aussicht. Wir mussten eine Stunde zu Fuß zur Festung laufen, aber es hat sich definitiv gelohnt. Nach der Besichtigung sind wir die gesamte Promenade entlang spaziert und haben uns ein bisschen an den Sportplätzen ausgetobt. Nachdem die Sonne untergegangen war, ging es erst Burger essen und anschließend Cocktails trinken. Wir haben uns sogar einen Tequila Shot geleistet, da mir an der Promenade ein Käfer ins Ohr geflogen war (Ana hat mir die ganze Zeit nicht geglaubt) und als wir eine Stunde später die Cocktails getrunken haben, kam er endlich aus meinem Ohr gekrabbelt. Das war, glaube ich, das ekligste Gefühl, was ich je erlebt habe, aber der Tequila hat auf jeden Fall geholfen. Nach dem langen Tag endlich wieder in der Unterkunft angekommen, mussten wir noch unsere Sachen packen, denn am nächsten Tag stand uns eine 20-stündige Busfahrt nach Oaxaca de Juárez bevor.

to be continued…
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